Sehr gute Erfolge in Wilhelmsburg
15. März 2009 - Gestern fand in Wilhelmsburg (Niederösterreich) die öst. Staatsmeisterschaft 2009, organisiert vom dortigen Shotokan Karateclub statt. Mehr als 100 Karatekas aus 36 Vereinen aus ganz Österreich kämpften in 16 verschiedenen Bewerben um die Titel.
Unser Herrn Kata-Team (Vincent Auinger, Marcel Sterrer und Boris Aleksic) aus St. Georgen belegte erwartungsgemäß den 2. Platz hinter unseren (unangefochtenen) Freunden aus Wels. Im selben Bewerb gab es noch einen 3. Platz obendrauf, belegt von den (beinahe-) Senioren (Benjamin Kaiblinger, Christian Heitzinger und Hubert Teufl). Ebenfalls am Podest unser Damen-Team mit Anne und Katharina Schachl, sowie Marlis Matzka, die sich gegen die starke Konkurrenz aus St. Pölten behaupten musste und mit einer Bronze-Medaille nach Hause ging.
Im Einzelbewerb erkämpfte sich Hubert Teufl in der Klasse Kata +35 den 3. Platz. Leider lief es dann für Vincent Auinger und Katharina Schachl nicht all zu erfreulich. Vincent schied bereits in der ersten Runde gegen Christoph Lichtmannegger aus Salzburg aus und Katharina Schachl in der 2. Runde gegen Joan-Marie Stadler aus Niederösterreich die ihre Klasse letztendlich auch gewann.
Dennoch dürfen wir uns über 4 Medaillen-Platzierungen freuen! Herzlichen Glückwunsch zu euren Erfolgen!
Bilder: Hans Werner Streicher, © kiai.at 2009
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Eine traurige Entwicklung
Abgesehen von der Tatsache, dass jedes Jahr weniger Sportler an den Österreichischen Staatsmeisterschaften teilnehmen (wir sollten jedoch Quantität nicht mit Qualität verwechseln), fanden heuer in einem Rahmenbewerb parallel die Österreichischen Meisterschaften im Kobudo statt.
Im Kobudo werden aus Handwerkzeugen entwickelte Waffen wie zB. das Bo (Langstab), Sei (dolchähnlicher Dreizack), Nunchaku, … eingesetzt und deren Anwendung in einer Kata demonstriert.
Kobudo ist, wie auch Karate-Do eine sehr alte Kampfkunst und hatte früher den Zweck der Selbstverteidigung eben mit diesen einfachen Arbeitsgeräten die vorwiegend zur Feldarbeit eingesetzt wurden und im Notfall auch zum Schutz von Leib und Leben.
Neu hingegen ist, dass diese Kampfkunst als Sport praktiziert wird. Karate und Judo haben ja diesen Weg schon genommen. Anderen Kampfkünsten wie z.B. Aikido steht dies noch bevor. Wo diese Entwicklung hinführt sehen wir am Beispiel Judo: alle traditionellen Elemente sind im Laufe der Jahre verlorengegangen. Steht dies auch Karate und Kobudo bevor? Im Karate sehen wir diese besorgniserregende Entwicklung anhand einiger äußerst fragwürdiger neuzeitlicher Errungenschaften wie in etwa Kumite am Ball (?).
Natürlich hat auch der Wettkampf im Karate, ausgetragen jedoch als qualitativ hochwertiger Wettkampf, seine Berechtigung. Wir sollten bei allem Fortschritt nur aufpassen, dass die Tradition nicht verlorengeht, dass Karate irgendwann nichts mehr mit Karate zu tun hat. Mit Kobudo verhält es sich nicht anders.
Fakt ist, dass ein Rahmenbewerb wie Kobudo nichts auf einer Österreichischen Staatsmeisterschaft verloren hat. Kobudo hat sicherlich seine Berechtigung mit einer eigenständigen Veranstaltung. Das hat aber nichts mit Karate zu tun.
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