Kokoro-Lehrgang Schwanenstadt mit Maestro Marchini u. Maestro Restelli
Der Lehrgang in Schwanenstadt stand im Zeichen von „Tiefe“ anstatt „Oberflächlichkeit“, Qualität anstatt Quantität. So beschäftigten wir uns alle drei Tage mit nur zwei Kata: Heian Yodan und Kanku Dai, sowie drei Kombinationen für den 2. und 3. Dan (Nidan und Sandan) die aufbauend geübt wurden.
Die Unterstufe übte mit Maestro Restelli verschiedene Bunkai Anwendungen dieser Kata, als auch Heian Yodan Kage Bunkai Ichi als Abschluss. Hier wurde wieder die Verbindung von Kata – Bunkai – Kata deutlich. Die Oberstufe trainierte Kanku Dai (sowie die Varianten Ura und Ko). Anschließend zeigte uns Maestro Marchini verschiedene Anwendungen gegen zwei Angreifer. Er betonte, dass dies die Art sei wie wir Bunkai üben sollten – immer gegen zwei oder mehrere Angreifer.
Wie schon im vergangenen Jahr zeigte sich die Übertragung der Kraft von einer Technik in die nächste als besonders schwierig für viele Schüler. Der Maestro sprach die Wichtigkeit dieser Sache mehrmals an und erklärte uns auch, dass diese "Übertragung" auch im Geiste stattfinden muss (Zanshin), was natürlich im Kumite und im Bunkai, bei der Ausführung mit dem Partner besonders zu tragen kommt.
Es zeigte sich auch, dass die Einstellung, mit der manche Schüler an eine Sache herangehen, ungenügend ist. Viele haben Angst vor schweren Aufgaben, vor Neuem. Am Beispiel Heian Yodan demonstrierte Maestro Marchini, dass wir mit Positiven Gedanken an eine Sache herangehen sollen. Wir dürfen uns nicht fürchten wenn wir Heian Yodan Ura üben, oder Ko, oder Ko Ura!
Wir sollen die Herausforderung annehmen und nicht ablehnen! Die Ausführung ändert sich mit der Einstellung!
Text: Stefan Mayr
Fotos: Franz Schablinger (Quelle Karatedo.at)
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