Sie sind hier:

Archiv 2006

Archiv 2007

Archiv 2008

Archiv 2009

Archiv 2010

Archiv 2011

Suchen nach:

Allgemein:

Startseite


Kanji-Zeichen für Schule


Die Schule die den Weg vorgibt!

Nachdem ich nun mehrmals gefragt wurde, warum ich meine Dan-Prüfung in Italien und nicht in Österreich absolvierte, gebe ich auf diesem Wege eine Erklärung:

Die Schule prägt den Meister, der Meister zeigt den Weg!

Das Wort „Schüler“ kommt nicht von irgendwo. Es bezeichnet jemanden der in Ausbildung steht und einer Schule, einer Lehre folgt und sich dieser verpflichtet fühlt. Unsere Karate-Schule hat eine lange Tradition. Wenn wir uns die Bedeutung von „Tradition“ vergegenwärtigen (von lat. tradere „hinüber-geben“ bzw. traditio „Übergabe, Auslieferung, Überlieferung“ – also die Weitergabe von Wissen, etc.) wird uns bewusst, dass hier die Grundlage, das Fundament unserer Lehre von Karate-Do zu finden ist.

Folge der Tradition mit Respekt!

Diese Tradition sollten wir immer mit Respekt bewahren. Das bedeutet aber nicht, dass sich Karate im Wandel der Geschichte nicht ändert oder geändert hat. Im Gegenteil – wie Wilhelm Busch schon geschrieben hat: „ ...Schnell wachsende Keime welken geschwinde, zu lange Bäume brechen im Winde. Schätz nach der Länge nicht das Entsprungene, fest im Gedränge steht das Gedrungene“.

„Fest im Gedränge steht das Gedrungene“ – wie ein Baum der langsam aber beständig gewachsen ist, ist auch unsere Lehre von Karate, die von Generation zu Generation weitergegeben wurde „gewachsen“.

Die Lehre unserer Meister!

Hier spreche ich aber von der Lehre des Karate-Do wie sie uns Meister Kase, Meister Shirai und Meister Marchini übertrugen. Nicht von der Linie (die meiner Ansicht keine ist) wie wir sie im heutigen Sport-Karate finden. Dabei geht es gar nicht um den Wettkampf. Es geht um die Tatsache, dass es keine Meister mehr gibt, die uns ermöglichen Karate als etwas fundamental Ganzes zu erleben. Die „selbsternannten“ Meister die wir im heutigen Sport-Karate finden haben keine Tradition. Sie haben sie verloren, oder es wurde ihnen nie eine gezeigt! Natürlich kann es auch sein, dass ihnen der Weg, einer traditionellen Schule zu folgen, zu mühsam ist.

Doch nur eine Schule mit einer langen Tradition, unterrichtet von einem wirklichen Meister ermöglicht uns unter die Wasseroberfläche zu blicken, unseren Horizont zu erweitern und Karate-Do zu leben.

Unsere Schule – unser Weg!

Dieser Schule gehöre ich an. Dieser Schule fühle ich mich verpflichtet. Diese Schule habe ich von meinem Meister erfahren. Diese Schule möchte ich an meine Schüler weitergeben. Und ungeachtet verbandspolitischer Strukturen, wie wir sie in Österreich (und anderswo auf der Welt) finden (und die mit Karate-Do nichts gemein haben) widme ich meinen DAN der Schule meines Meisters.

Oss!